Rund um den Irish – Gesundheitstipps

Das Wichtigste ist eine artgerechte Haltung: hochwertiges Futter, ausreichend Bewegung, regelmäßiges Entwurmen und Impfen und natürlich viel Liebe und Zuwendung.

Damit befindet sich der Hund im seelischen und körperlichen Gleichgewicht und ist für die normalen Attacken auf seinen Körper gerüstet, zumal der Irish zu den gesündesten Rassen überhaupt zählt.

Hausmittel können bei leichten Erkrankungen oftmals den Gang zum Tierarzt ersparen. Bei akuten Beschwerden und Symptomen jedoch sollte immer ein fachkundiger Arzt eingeschaltet werden.

Ein recht hilfreiches Buch ist „Ich helfe meinem Hund – Erste Hilfe und mehr“ von Tierarzt P. J. Hemmen, Books on Demand.

Wenn Sie interessante und gute Tipps haben, schreiben Sie uns. Gerne nehmen wir Ihre Vorschläge nach Prüfung auf. Hier ein paar Tipps, wie der Irish im Alltag fit bleibt:

1. Das Haarkleid ist täglich zu bürsten, dabei erkennt man dann auch einen evtl. Zecken- oder Flohbefall. Zecken mit einer Zeckenzange, Flöhe mit einem Flohmittel vom Tierarzt bekämpfen. Am besten prophylaktisch in gefährdeten Gebieten ein Anti-Zecken- und Flohmittel (z. B. Expot, Advantix oder Scalibor, Packungsbeilage beachten!) im Frühjahr verabreichen (Anwendung muss wiederholt werden) und die Plagegeister bleiben fern.

2. Aus hygienischen Gründen ist das Haar rund um After, Vagina bzw. Penis kurz zu halten und auch mal zwischen den Trimm-Terminen zu kürzen.

3. Den Irish nicht baden – es sei denn, er hat sich in Exkrementen oder Kadaver geaalt (dann ein Hundeshampoo verwenden) – sein hartes schmutzabweisendes Fell lässt sich leicht durch bürsten reinigen.

4. Läuft der Hund durch Schlamm oder über salzige Wege, ist es notwendig, die Pfoten mit lauwarmen Wasser gründlich zu waschen und zu trocknen. Hilfreich im Winter ist auch eine fettreiche Creme, die die Pfoten vor Salz und Kälte schützen.

5. Die Haare in den Ohrmuscheln regelmäßig rupfen und dabei auf Fremdkörper, Schmalz und Milbenbefall achten. Der Hund kratzt sich bei letzterem ständig, das Innenohr ist rotbraun verkrustet und fühlt sich heiß an. Der Tierarzt muss das Ohr reinigen und mit einer Salbe behandeln.

Ansonsten genügt die Reinigung mit speziellen alkoholhaltigen Mitteln aus dem Fachhandel.

Nicht mit Instrumenten hantieren. Die Reinigung erfolgt im Freien, so dass sich der Hund ordentlich schütteln kann und dabei mit der Reinigungsflüssigkeit Schmalz und Fremdkörper rauskatapultiert.

6. Zahnpflege ist ein wichtiges Thema.

Am häufigsten sind die Zähne von Plaque bedroht, was zu Zahnstein und Zahnfleischentzündungen führt, vom Mundgeruch einmal ganz abgesehen. Mit der Zeit lockern sich die Zähne bei schlechter Mundhygiene und fallen aus. Im Rahmen der jährlichen Schutzimpfung sollten die Zähne gleich mit kontrolliert werden.

Wenn es erforderlich ist, kann der Zahnstein unter leichter Narkose entfernt werden.

Die beste Vorbeugungsmaßnahmen gegen Zahnstein ist das Zähneputzen. Man sollte bereits im frühen Alter damit beginnen. Dann gewöhnt sich der Hund am besten an die Prozedur, und ein starker Zahnsteinbefall kann verhindert werden. Auch helfen enzymhaltige Kaustreifen, die Zahnsteinbildung einzugrenzen. Oder ganz natürlich: ab und zu mal einen Rinderbrustknochen, an dem sich der Zahnstein abreiben kann. Hunde, die gebarft werden, neigen übrigens zu deutlich weniger Zahnstein als Hunde, die mit Trockenfutter gefüttert werden.

7. Läuft der Hund nicht viel auf Asphalt oder Stein, können die Krallen zu lang wachsen. Mit einer Krallenschere sind die Krallen so zu kürzen, dass sie nicht mehr auf dem Untergrund aufstehen. Am besten den Tierarzt machen lassen, damit die Ader, die in der Kralle verläuft, nicht verletzt wird. Mit ein bisschen Übung und einer entsprechenden Schere mit Längenstop kann man das aber auch selbst durchführen.

8. Weder Hündin noch Rüde werden aus „Bequemlichkeitgründen“ kastriert oder sterilisiert. Wenn keine medizinische Notwendigkeit vorliegt, hat der Mensch nicht unnötig in den gesunden Körper einzugreifen. Der Hormonhaushalt wird durch solche Eingriffe nachhaltig gestört, Wesensveränderungen, Blasenschwäche und Gewichtszunahme sind häufig Folgen. Außerdem ist es laut Tierschutzgesetz VERBOTEN!

9. Manch ein Hund wird leicht reisekrank, denn er hat Angst vorm Autofahren und den Kurvenbewegungen. Grundsätzlich sollte ein Hund nur nüchtern im Fahrzeug mitgenommen werden, um einem Erbrechen vorzubeugen.

Nur in besonderen Fällen sollte ein tierärztlich verordnetes Medikament zur Verhütung der Reisekrankheit eingesetzt werden. Am besten gewöhnt man den Welpen mit kurzen Autofahrten an den Transport. Bewährt haben sich dabei stabile Transportboxen oder auch spezielle Gurtsysteme.

10. Den Hund niemals alleine im Sommer im Auto lassen – Hitzschlag!