Die Zucht – Ausstellungen

Wie alles begann, haben wir ja schon im gleichnamigen Kapitel beschrieben. Und dass wir über die Ausstellungen zur eigentlichen Zucht gekommen sind. 

Ausstellungen heißen auch Spezialzuchtschauen. 
Hier kommen wir der Sache schon näher: denn diese Schauen bieten dem ambitionierten Züchter die Möglichkeit, seine züchterische Arbeit in Konkurrenz zu anderen Züchtern von neutralen (Fach-)Richtern beurteilen zu lassen. 

Zudem können sich hier Interessenten ein Bild über das aktuelle Zuchtniveau machen und Kontakte zu Züchtern knüpfen bzw. sich unverbindlich informieren.

Bei allem Kampfgeist im Ring, so sind Ausstellungen für uns auch immer ein Ort, um Kontakte zu pflegen und zu knüpfen, zu fachsimpeln und außerhalb des Ringes mit Gleichgesinnten eine Menge Spaß zu haben.

Wir stellen gerne aus und gewinnen natürlich auch gerne – haben aber auch keine Probleme damit, wenn ein besserer Irish vor uns platziert wird. Das Ausstellen muss Spaß machen – uns und unseren Hunden. Wird es zur Sucht und definiert sich der Aussteller bzw. Züchter nur noch über seinen Erfolg im Showring, wird es krampfhaft und darunter leidet dann die Lebensqualität. Abschreckende Beispiele hierzu unter unseren Mitstreitern gibt es leider immer mehr. Hier hilft wohl nur noch eine Therapie ... ;)  Soweit möchten und werden wir es nicht kommen lassen.

Das professionelle Ausstellen und Handling eines Hundes ist eine Kunst für sich und am besten zu lernen, indem man Profis beim perfekten Präsentieren genau beobachtet und nachahmt. Dabei kommt es darauf an, dass Handler und Hund zu einer harmonischen Einheit verschmelzen – was uns mal mehr und mal weniger gelingt.

Dies setzt viel Training und viel Gefühl für den Hund voraus. Das richtige Tempo beim Vorführen, das richtige Präsentieren des Hundes im Stand und die richtige Motivation des Hundes sind Voraussetzungen für ein erfolgreiches Handling und damit für die Chance auf einen vorderen Platz.

Zudem muss man seinen Hund in perfekter Ausstellungskondition halten. Dies wiederum setzt gekonntes Trimmen voraus (siehe Kapitel „Rund um den Irish/Trimmen“). Ausstellungstrimmen hat wenig mit dem Abtrimmen eines Irish Terriers zu tun und erstreckt sich über gut 8 bis 10 Wochen konsequentes Trimmen und Nachtrimmen, um alle Vorzüge des Hundes herauszuarbeiten.

Einen tieferen Einblick zum Thema Handling und Ausstellungen bietet das Buch von Elke Peper „Gutes Handling“ aus dem Kynos Verlag.